Der D-Zug Reporter meldet sich zurück


Seit mehreren Wochen wurde leider an dieser Stelle nicht mehr über den Weg des Hennigsdorfer D-Zuges geschrieben. Der verantwortliche Journalist bittet um Entschuldigung. Obwohl bei fast jedem Spiel anwesend, blieb am Ende des Tages leider keine Zeit die Leistungen der D-Jungs zusammenzuschreiben. Hier die Zusammenfassung der letzten Spiele beginnend mit der heftigen Auswärtsklatsche gegen den SV Zehdenick. An einem verregneten Sonntagmorgen hatte sich unser D-Zug vorübergehend, also mindestens für die 1. Halbzeit, aufs Abstellgleis gestellt und sich kampflos dem Zehdenicker Powerplay ergeben. Nach 30 Minuten war das Spiel bereits abgehackt und es ging nur noch darum, sich nicht unnötiger Weise zu erkälten. In der zweiten Halbzeit hielten wir dann deutlich besser gegen und konnten diese halbwegs ausgeglichen gestalten. Das Spiel in Zehdenick offenbarte die fehlende Durchschlagskraft nach vorne. Wir sind eben noch ein D-Zug und kein ICE mit einer echten Spitze, die sich auch mal im 1:1 durchsetzen kann und für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgt. Da kamen die Herbstferien gerade richtig, um die Niederlage zu verdauen. Ein Testspiel gegen die Potsdamer Kicker musste aufgrund eines Gewitters leider abgebrochen werden. Im Pokal gegen die D-Reserve des OFC sah es dann so aus, als ob nun endlich der Knoten geplatzt sei. Endstand 8:1 ! Das war mal ein wirklich gutes Spiel der Jungs, welches nach einem frühen Rückstand eindrucksvoll gedreht wurde. Bei der Verabschiedung der OFC Jungs sagte der Schiri noch, dass man ja gleich am darauf folgenden Wochenende die Chance zur Revanche hätte, da man sich im Punktspiel gleich wieder gegenübersteht. Und siehe da, die Oranienburger kamen zurück und hielten diesmal körperlich dagegen, denn eine weitere Niederlage sollte es nicht geben. Das Trainerteam des D-Zuges hatte eindringlich und mehrmals versucht, das Pokalspiel aus den Köpfen der Spieler zu bekommen aber es sah so aus, dass dies nur bedingt gelang. Das Punktspiel hatte eine völlig andere Dynamik als das Pokalspiel und die Oranienburger waren irgendwie frischer. Gedanklich wie auch physisch. So reichte es am Ende nur zu einem 3:3 Unentschieden mit deutlich geschafften Hennigsdorfer Spielern. Gerade die laufintensiven Positionen in der Hennigsdorfer Mannschaft brachen in der zweiten Halbzeit regelrecht ein und ermöglichten den Oranienburger ungeahnte Räume. Schade, da war mehr drin und mit Blick auf die Liga zwei verlorene Punkte anstatt 1 gewonnener Punkt. Das bisher letzte Spiel hatte der Hdf D-Zug am letzten Sonntag gegen den Tabellenletzten. Das Spiel muss man in die Rubrik [Tausend Chancentode] einordnen. Was die Hennigsdorfer bis zur Box spielen ist wirklich oft sehr ansehnlich und spielerisch eine Augenweide, aber um ein Spiel zu gewinnen muss man eben ein Tor mehr schießen als der Gegner und dafür muss die Pille in den Kasten. Mit Hängen und Würgen konnte man kurz vor Schluss den entscheidenden 2. Treffer zum 2:1 Endstand erzielen und ist knapp einer Blamage entgangen. Grundsätzlich verfügt der D-Zug über genügend Talente in seinen Reihen, die es bisher aber selten geschafft haben, ihre Leistungen am selben Tag gemeinsam auf die Platte zu bringen. Ja klar, man ist oftmals der jüngere Jahrgang in der Liga, aber Kampfgeist, absolute Lauf- und Zweikampfbereitschaft haben nichts mit dem Alter zu tun. Auch wenn der Gegenspieler mal einen Kopf größer ist, dann ist er eben einen Kopf größer, was aber keinen Spieler davon abhalten darf den Job, den man vom Trainerteam zugewiesen bekommen hat, zu erledigen. Dabei geht es nicht darum, jeden Zweikampf zu gewinnen, das wäre auch vermessen, aber es geht darum, mit vollem Einsatz in den Zweikampf zu gehen. Was auffällt ist, dass es auf dem Platz sehr ruhig ist. Fußball ist ein Lauf- und „man glaubt es kaum“ Kommunikationsspiel. Man merkt die fehlende Kommunikation oftmals beim entscheidenden letzten Pass. Immer dann, wenn das Spiel über die Außenpositionen getrieben wird, fehlen die Offensivspieler, die den Ball lautstark fordern. Immer dran denken, dass die Jungs noch in der Ausbildung stecken und schon genügend mit der Ballbeherrschung zu tun haben. Eine helfende Ballforderung des besser postierten Mitspielers kann Spiele entscheiden. Man wächst mit seinen Gegnern. Am Samstag geht es nach Velten. Das Hinspiel hatten wir gewonnen. Also Achtung. Auch die Veltener Jungs holen in der Kabine den Revanche-Joker raus und im Gegensatz zu unseren Jungs haben sie gerade einen beeindruckenden Lauf. Immerhin die einzige Truppe die beim aktuellen Tabellenführer alle drei Punkte mitnehmen konnten.

In dieses Spiel muss man mit der bedingungslosen Siegeseinstellung gehen und den Veltenern von der ersten Minute zeigen, dass an diesem Tag kein Platz für das Wort Revanche auf dem Bahnticket des D-Zuges ist. Viel Erfolg

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